Die Geschichte der Fußballabteilung

Sehr engagiert diskutiert man 1966 im Vorstand über die künftigen Fußballplätze. Hierbei steht die Herrichtung des Platzes in Estringen und eine Umkleidemöglichkeit im Vordergrund. Im Gespräch ist auch ein möglicher Platz an der "Weseler Str.".

Erst ab Anfang 1967 dürfen die SGB-Fußballmannschaften offiziell am Spielbetrieb teilnehmen. Vorher übt man noch freundschaftlich gegen andere Mannschaften (in sogenannten Pflichtfreundschaftsspielen).

Von 1966 - mit Unterbrechungen - bis 1974 trainiert Eduard Sczilinski die Fußballer. Er erweist sich als Glücksgriff. Mit Ruhe und Sachkenntnis motiviert er die Mannschaften auch in schwierigen Situationen.

Am 8.1.1967 tritt zum erstenmal eine SGB-A-Jugend im Punktspielbetrieb an und trifft auf die Reserve von Olympia Laxten. Das Auswärtsspiel wird sogar mit 4:0 gewonnen.

Gegen Ende des Jahres beginnt man mit der Erstellung des Sportpatzes an der "Weseler Str.".

Die erste echte Fußballsaison 1967/1968 ist recht erfolgreich: Die I. Senioren belegte gleich den 3. Tabellenplatz in der II. Kreisklasse. Die Reservemannschaft befindet sich eine Klasse tiefer im Mittelfeld. Ebenfalls stolz ist man auf die A-Jugend, die in der Kreisleistungsklasse Meister wird und aufsteigt.

 

Erste Seniorenmannschaft 1967

Schüler 1 1967

Schüler 2 1967

 

Ab 1969 stellt die SGB eine Knaben-, eine Schüler- und A-Jugendmannschaft.

Von einem kleinen Festprogramm und Ehrengästen begleitet, weiht der Vorstand den neuen Sportplatz an der "Weseler Straße" ein.

(Bild rechts: Auch heute noch wird der Weseler Platz für Turniere und Training genutzt. Hier die Mannschaft des Werder Bremen-Fanclubs nach dem Sieg beim Hobbykicker-Turnier 2004. Zum Vergrößern bitte anklicken.)


1970 lernen die Bramscher Fußballsenioren, dass es nicht nur aufwärts geht. Als Vorletzter muß man leider aus der 1. Kreisklasse absteigen. Auch bei der II. Mannschaft ist der Wurm drin; aber als Tabellenletzter in der untersten Klasse kann man nicht absteigen.

Auch der Sportplatz in Estringen bereitet Sorgen. So beschweren sich die Fußballer über den schlechten Zustand, woraufhin der Vorstand Arbeitseinsätze ansetzt.

Zwei Jahre später, 1972, ist das Tief überwunden: Die 1. Fußballseniorenmannschaft spielt mittlerweile in der höchsten Klasse des Kreises, der Kreisliga.

1973 stößt zum erstenmal eine Damenfußballmannschaft (von der Kolpingfamilie) zur SG und meldet sich offiziell zum Spielbetrieb.

1975 ruft Dagobert Bonnekessel die Alte-Herren- Fußballabteilung ins Leben. Clemens Staggenborg, Jugendleiter (Bild links), führt das Familienfußballpokalturnier ein, das jahraus - jahrein immer noch beliebt ist.

Der neue Sportplatz an der Bachstrasse in Bramsche wird 1976 dem Spielbetrieb übergeben. (Luftfoto von Pit Gutzmann aus dem Jahr 2003) Im Rahmen der Einweihung spielt eine Auswahl ehemaliger Spieler der 1. gegen die Alt-Herren-Fußballer. Die aktuelle Seniorenmannschaft trifft auf das Team des VFB-Rheine II.

1978 steigen die 1. Fußballsenioren wieder in die Kreisliga auf. Die D-1-Fußballjugend wird Vizemeister und steigt ebenfalls in die Kreisliga auf. Zusätzlich wird man sogar Kreispokalsieger gegen Wettrup. Der Bau der Umkleidekabine im Sportzentrum bindet viel Zeit und wird erst 1981 fertiggestellt. Vor allem hat der 1. Vorsitzende und Bauleiter Clemens Staggenborg persönlich erheblichen Anteil an der Erstellung.

1982 plant man einen weiteren Fußballplatz an der Bachstraße. Allerdings gibt es immense Probleme = die alte Mühle steht unter Denkmalschutz und kann deswegen nicht einfach abgerissen werden.

1984: Die Fußballdamenmannschaft steigt als Meister der Kreisliga in die Bezirksklasse auf (Bild rechts) und ist somit die bisher am höchsten spielende Fußballmannschaft in der Geschichte der SGB! Einmalig dürfte auch der Erfolg der Fußball E-Jugend sein. Meisterschaften hat man schon viele erlebt, aber nicht mit 32:0 Punkten und sage und schreibe 137 : 1 Toren!

1985 war die bis dahin erfolgreichste Saison der SG Bramsche (siehe Artikel links). Die beiden Fußballseniorenmannschaften sind Meister und steigen auf, die Fußball B-Jugend steigt als Vizemeister auf.

 

Nach langen Irrungen und Wirrungen gehen die Planungen für die Erstellung eines neuen Fußballplatzes vor der Mühle voran, der schließlich 1986 eingeweiht werden konnte.

 

 

1986 wurde die Bramscher D-Jugend Meister der Kreisliga Süd. (Bild rechts, zum Vergrößern bitte anklicken.)

 

 

 



1988 zeigte ein kleiner Mittelstürmer der Fußball F-Jugend, wo der Hammer hängt: In einer Saison, d.h. in nur 7 Spielen, schießt Stefan Pöling (Bild rechts) sage und schreibe 61 Tore. Er trifft allein in einem Spiel 15 mal! Als Anerkennung wird er zum Jugendfußballer des Jahres gekürt. Selbstverständlich wird die F-Jugend dabei auch noch Meister.

Im Sommer 1990 holen sich die Alt-Herren-Fußballer gegen sehr starke Konkurrenten aus dem Stadtgebiet die Stadtmeisterschaft. Dieser Sieg ist ein schöner Abschluß für Wolfgang Kielau, der in der zweiten Hälfte der 80er Jahre bis 1990 das Sagen bei den Alten-Herren hatte. Chef wird Friedhelm Arnken.


1992 wird die C-Jugend Meister (Bild links, zum Vergrößern bitte anklicken).

1993 bietet die SGB unter der Leitung von Johannes Nurmann (Bild rechts) im August ein Fußballortspokalturnier unter einem völlig neuen Anstrich. Erstmals tragen nur noch Nichtaktive das Pokalturnier aus.

Im selben Jahr wurde nach dem plötzlichen Todeines Fußballkameraden ein Benefizspiel gegen eine Prominentenauswahl ehemaliger SC Schalke 04 - Spieler durchgeführt. (Foto rechts, zum Vergrößern bitte anklicken.)

1995 macht sich wieder einmal der Trainer- und Betreuermangel im Jugendbereich bemerkbar. Im Sport-Aktuell-Heft soll ein Artikel die Eltern aufrütteln (siehe Scan, zum Vergrößern bitte anklicken). In einer fiktiven Geschichte wird aufgezeigt, wohin diese Verweigerungshaltung führen kann: Auflösung des Vereins im Jahre 2005.

Wie wir alle wissen, gibt es unseren Verein auch noch im Jahr 2006, doch das Problem taucht immer wieder auf.

Trainer Wolfgang Schumacher und seine 1. Fußball-Senioren-Mannschaft (Bild links, zum Vergrößern bitte anklicken) machen die große Sensation perfekt und feiern den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte: Die SGB wird Meister der Kreisliga Süd und steigt in die Bezirksklasse auf - noch nie hat eine Seniorenfußballmannschaft der SGB so hoch gespielt!

1996: Unsere A-Jugend erweist sich als Grenzgänger und wird Fairnisssieger bei einem internationalen Turnier in den Niederlanden - Emmer Compascum. Nebenbei steht man im Pokalfinale der Region Süd und wird Zweiter. Auch die B-Jugend ist sehr erfolgreich und wird Stadtmeister. Das Können des A- und B-Jugendtrainers Hermann Pöling (Bild rechts) trägt Früchte.

Umbau Sportkabine: Etliche Vorgespräche wegen der Finanzierung und Planungsausführung werden mit der Stadt Lingen, dem Ortsrat Bramsche und der Architektin Marlies Egbers geführt. Man wartet nun auf die Baugenehmigung. Die Fußball A-Jugend steigt 1997 in die Emslandliga auf und muß schon bis Papenburg fahren.

Nach Monaten Verzögerung erhält die SGB endlich die Genehmigung zum Bau des neuen Sportgebäudes. Die Bauarbeiten beim Sportzentrum gestalten sich schwierig. Nach anfänglich schlechter Unterstützung aus den Reihen der Sportler (teilweise ist nur der Bauausschuss und der Vorstand auf der Baustelle) kommen die Arbeiten besser voran, nachdem die Fußballabteilung einen Arbeitsplan aufgestellt hat. Nach einer Bauzeit von 2 ½ Jahren ist das neue Umkleidegebäude an der Bramscher Strasse 1999 endlich fertig. Es war keine einfache Zeit. Insgesamt haben 250 Personen etwa 10.000 Arbeitsstunden am Bau geleistet. Mehr als 100 Stunden leisteten dabei: Bernd Brünink, Helmut Haverland, Hermann Pöling, Michael Grabka, Günter Hetmank, Josef Wermelt, Gerd Haak, Johannes Nurmann, Gerd Schomaker, Klaus Lemker und Manfred Schwob. Die offizielle Einweihung erfolgt im Juni 1999. Die eingeladenen Gäste sind beeindruckt.

 

 

 

 

Linkes Bild: Der damalige Vorstand der SG Bramsche mit Vertretern der Stadt bei der Einweihung des neuen Gebäudes 1999 (zum Vergrößern bitte anklicken)

 

 

2002: Unsere 1. Fußballsenioren haben einen neuen Trainer. Nach 6 Jahren guter Zusammenarbeit mit Manfred Meemann heißt der neue Mann an der Seitenlinie Detlef Perk (Bild links) aus Haselünne.

Unsere Fußballoldies, die Alte-Herren, können erstmals den Titel des Stadtmeisters holen.

2003: Mit 130 geschossenen Toren und nur 15 Gegentreffern wird die Fußball-A-Jugend unter dem Teamchef "Fazi Pöling" Meister in der 1. Kreisklasse. Leider muß aber die B-Jugend erstmals in der Vereinsgeschichte mangels Spielern abgemeldet werden. Hermann Pöling integriert die 14-16 jährigen in die A-Jugend.

2004 war auch wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für unsere Fußballer: Die 1. ist Drittplazierter in der Emslandliga und nimmt an den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse teil, bleibt aber letztendlich in der Emslandliga, und die 2. wird Meister der 3. Kreisklasse.

Gut angenommen wird die Bewirtung der Zuschauer während der Spiele durch die Hobbykicker.

Mit einem Torverhältnis von 64:10 wird die E-Jugend Champion in ihrer Staffel. Die F-Jugend wird ebenfalls Staffelsieger. Unsere Damenfußballerinnen unter Trainer Olaf Eichhorst holen nach einer Durststrecke wieder einen ersten großen Erfolg: Was lediglich als Saisonauftakt gedacht war, führt völlig überraschend zum Sieg bei der Stadtmeisterschaft (Bild rechts, zum Vergrößern bitte anklicken).

 

SGB = Bauen und kein Ende. Unter Anleitung von Reinhold Temmen und Heinrich Hemker erstellt die Fußballabteilung (in ca. 400 Std.) eine sehenswerte überdachte Tribüne mit 145 Sitzplätzen.

2005: Erstmals in der Vereinsgeschichte wird auch eine Jugendfußballerin des Jahres gewählt: Imke Weßling von der D-Jugend. (Im Bild rechts mit dem 1.Vorsitzenden Alfred Brüning.) Die Fußball E 1 wird Staffelsieger. Und wie geht es weiter??? Das lesen Sie demnächst im "Sport Aktuell"!

 

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